Gemeinsames Lernen

Entwicklung

Gemeinsames Lernen in einer Klasse der KGS Holt Individuelle Betreuung für Ihr Kind

Die Katholische Grundschule Holt begann 1988 als eine der ersten Schulen im Schulamtsbereich Mönchengladbach mit dem Gemeinsamen Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder und zwar zunächst im Rahmen eines Schulversuchs mit der Integration körperbehinderter Kinder. Sehr bald nahmen auch Kinder mit anderen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen teil. Seit der gesetzesmäßigen Verankerung des GU im Jahr 1995 war die KGS Holt eine der 11 Grundschulen in Mönchengladbach, die den GU schwerpunktmäßig durchführte. Im Rahmen der geänderten Gesetzeslage durch die UN-Menschenrechtskonvention über Rechte von Menschen mit Behinderungen wird die KGS Holt in der bisherigen Praxis gestärkt und erweitert diese zum Konzept eines inklusiven Lernens. Aufgrund der vorhandenen baulichen Voraussetzungen ist die KGS Holt Schwerpunktschule für körperbehinderte Kinder. Regelmäßig finden in der KGS Holt Treffen der Eltern der Integrationskinder unserer Schule statt. Aus diesem Elternkreis entstand 2002 die schulübergreifende Elterninitiative der Integrationskinder Mönchengladbach e.V. „Gemeinsam leben und lernen“. Diese Elterninitiative arbeitet vernetzt mit einer entsprechenden Initiative auf Landesebene zusammen.

Bedingungen für das GL

Es gibt Rampen zu den verschiedenen Unterrichtsgebäuden und eine behindertengerechte Toilette mit einer Wickelmöglichkeit. Außerdem gibt es genügend Klassenräume im Erdgeschoss, die z. B. für Rollstuhlfahrer erreichbar sind, auch alle Verwaltungsräume und die Turnhalle sind ebenerdig. Ein eingerichteter Therapieraum steht zur Verfügung. Die sonderpädagogische Betreuung der GL - Kinder wird durch die Zusammenarbeit von Grundschul- und Sonderschullehrerinnen sichergestellt. Zwei BundesfreiwilligendienstlerInnen stehen für Betreuungsaufgaben der Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf zur Verfügung.

Ziele

Wir möchten ein Miteinander aller Kinder in der Schule, damit alle Kinder

  • miteinander und voneinander lernen können
  • ihre sozialen Kompetenzen entwickeln können (gegenseitiges Verständnis und Hilfestellung, Rücksichtnahme)
  • erfahren, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat und auch damit akzeptiert wird
  • erleben, dass niemand ausgegrenzt werden muss

Behinderte Kinder gehören zur Lebenswelt unserer Schüler und sind in den Schul- und Freizeitbereich vollständig integriert. Auch andere Kinder mit Lernschwierigkeiten können im Rahmen des GL Förderung und Unterstützung erfahren.

Zielgruppe

Schüler der KGS Holt auf dem Pausenhof Kindergruppe auf dem Schulhof

Alle Kinder der Schule.
Am GL nehmen insbesondere Kinder teil, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde und die eine zusätzliche Betreuung durch einen Sonderpädagogen brauchen (vgl.Schulgesetz, AO – SF 2005). Die GL - Kinder werden sowohl zielgleich, nach dem Bildungsgang der allgemeinen Schule, als auch zieldifferent, nach dem Bildungsgang des individuellen Förderschwerpunktes Lernen, unterrichtet.

Unterrichtsorganisation

Für das GL erweisen sich Methoden als günstig, die eine individualisierte Förderung ermöglichen:

  • schüler- und handlungsorientierter Unterricht
  • offener Unterricht
  • Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • Freie Arbeit / Tages- und Wochenplanarbeit
  • Lernen lernen / kooperatives Lernen
  • fächerübergreifende Projekte
  • AGs

Gemeinsamer Unterricht innerhalb der Klasse

Unterricht in der KGS Holt Unterricht in der KGS Holt

GrundschullehrerInnen und SonderpädagogInnen tauschen sich regelmäßig aus und planen den Unterricht gemeinsam. Dabei werden verschiedene Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten festgelegt. Es findet z. T. eine gemeinsame Unterrichtsplanung statt; es werden differenzierte Wochen- und Tagespläne entwickelt und spezielle Förderpläne erstellt. Innerhalb des Unterrichts kann ein Rollentausch der beteiligten Pädagogen stattfinden. Neben dem Klassenunterricht können auch fächerübergreifende Projekte (Zirkus, Konzerte,...) gemeinsam durchgeführt werden.

Spezielle Fördermaßnahmen in Kleingruppen

Gespräche mit Kindern, spezielle Förderungen in den Lernbereichen der Wahrnehmung, Motorik, Sprache, Konzentration und Aufmerksamkeit und im sozialen Bereich werden durchgeführt. Angebote zur aktiven Pausengestaltung werden angeboten. Darüber hinaus finden nach Bedarf Spiel- und Entspannungsgruppen sowie eine psychomotorische Förderung statt.

Beratung

Sowohl kollegialer Fachberatung als auch der Elternberatung und der Zusammenarbeit mit den Eltern kommt ein besonderer Stellenwert zu.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist eine möglichst kontinuierliche Zusammenarbeit mit Institutionen und Einrichtungen (Ärzte, Beratungsstellen, Tagesgruppen, Schulpsychologischer Dienst, Sprachtherapeuten, Praxen für Ergotherapie und Krankengymnasten und Frühfördereinrichtungen), die von den Kindern besucht werden und die Kooperation mit den örtlichen Förderschulen.

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